EmK Crottendorf

Die Gemeindechronik

... die Entstehung des Methodismus im Erzgebirge ...

Als der Methodismus in der Chemnitzer Gegend Fuß fasste, breitete er sich von Schwarzenberg ostwärts im oberen Erzgebirge aus. In dieser Zeit kam auch August Schmidt (auch als "Bibel-August" bekannt) in das kleine Dorf Walthersdorf/ Erzgebirge. Diese Missionsarbeit führte zu regelmäßigen Stubenversammlungen, die oftmals behördlichen Einschränkungen unterworfen wurden.
Schließlich waren auch 3 Crottendorfer Männer "mit dem Christentum nach väterlicher Weise nicht mehr zufrieden" und gingen, "um ihr Herzensbedürfnis zu stillen", mehrere Male nach Walthersdorf, um die dortigen methodistischen Versammlungen zu besuchen. "Ihr Herz wurde mit Freude durch das Evangelium erfüllt und wünschten, dass auch in ihrem Heimatort das Wort vom Kreuz Christi rein und lauter verkündigt werden möchte."

... erstaunliches Wachstum ...

Durch die Verkündigung des Evangeliums kam es zu einem, wenn wir auf unsere heutigen Verhältnisse sehen,. erstaunlichen Wachstum der Gemeinden. Das zeigt sich in den Zahlen der Mitglieder und an den vielen Aktivitäten, die sich entwickelten: aufblühende Sonntagschularbeit (1892), Gründung des Posaunenchores "Gott zur Ehre", Bildung eines Männerchores und eine kräftige Evangelisation 1903, die den Gedanken an einen Kirchenbau in die Herzen der Geschwister pflanzte. Prediger Engelbert Wunderlich gründete einen Fonds für den Bau mit einem goldenen 10-Mark-Stück.

... erhörte Gebete ...

Als 1907 die Friedenskirche Crottendorf eingeweiht wurde, erfüllte sich das Gebet, welches seit 1903 die Geschwister bewegte. Der Platz für die Kirche war in der Mitte des Dorfes gefunden und der Ort hatte ein neues Schmuckstück, die Gemeinde seitdem aber ein eigenes Zuhause.

Kirchenansicht außen ca. 1920
Kirchenansicht außen ca. 1920
Kirchenansicht innen ca. 1920
Kirchenansicht innen ca. 1920

Das blieb keine einmalige Angelegenheit. Als 1997 der Gemeindehausanbau übergeben werden konnte, war auch das ein Wunder und Geschenk vor unseren Augen. Was uns lange nicht möglich schien, war in wenigen Monaten gelungen. Hinzu kommt, dass in all den bewegten und schweren Zeiten die Gemeinde das Evangelium festhalten durfte und Menschen zum Glauben an den lebendigen Gott fanden und finden.

... das Kreuz in der Mitte...

Zu allen Zeiten wurde auch hier im Erzgebirge dem Wort vom Kreuz widersprochen. Weniger aus einem liberalen Geist heraus, sondern sehr oft aus eigenwilliger Frömmigkeit und Abneigung gegen die Kirche. Dahinter mögen auch soziale Konflikte gestanden haben. Sondergemeinschaften wie Hirt und Herde oder die Lorenzianer stehen dafür. Auch unsere Gemeinde wurde, wie der langjährige Hausmeister Fritz Häberlein in seinen Erinnerungen schreibt, von extremen theologischen Strömungen angefochten. Als Namen stehen dafür der Pfingstprediger Vitheer und E. F. Ströter. Vitheers "Geistestaufe" und Ströters "Allversöhnung" lockten an und brachten doch nur Hochmut Spaltungen und Streit. Standhaft bekannte Prediger Max Leonhard in den zwanziger Jahren, er werde weiterhin das Evangelium predigen. So halten wir es bis heute und spüren wie auch in diesen Tagen ein kalter oder heisser Gegenwind dem Evangelium begegnet und stets neuen Sand in die Augen vieler Christen streut. Wir aber bleiben beim Wort vom Kreuz und erfahren seine Kraft.

...miteinander Loben...

Hier möchten wir Sie nun ganz in die Gegenwart mitnehmen, die sich an unsere Hoffnung stärkt und ausrichtet. Unsere Gottesdienste sind immer wieder ein Zeugnis frohmachenden Gotteslobes in Lied, Musik und Verkündigung. Hier setzt sich bis in unsere Tage fort, was schon seit Anbeginn das Leben der Gemeinde im Ausdruck des Dankes reich und vielfältig macht. Gaben gibt es in Fülle und sie alle wollen uns zum gemeinsamen Lob rufen. Zum fünften Mal ist die Gemeinde Gastgeberin einer Jährlichen Konferenz.